Griechenland '97 - Teil 9
24.-25.9. Von Pátras nach Venedig
Am nächsten Tag sieht der Ellenbogen schon deutlich
besser aus. Die Schwellung ist abgeklungen und die Schmerzen haben nachgelassen. Doch
zunächst haben wir noch genügend Zeit, uns ein paar Stunden am Strand herumzutreiben.
Erst am Nachmittag müssen wir Holger und Caro in ihrem noch anstehenden Urlaub alleine
lassen.
Die Straße nach Pátras ist ohne Schnörkel ausgebaut. In einem der großen Supermärkte am Stadtrand decken wir uns für die Überfahrt ein. Fast 90,-DM für Lebensmittel zeigen, daß wir nach 3 Wochen die kleinen, guten und etwas teureren griechischen Leckerlies kennen. Aber irgendwie müssen wir uns ja den Abschied versüßen.
Gegen 20:00 Uhr können wir auf das Schiff fahren. Mit der Erfahrung der Hinfahrt haben wir nun unsere eigenen Gurte griffbereit, um die Maschinen im Schiffsbauch festzuzurren. Kurze Zeit später genießen wir in Liegestühlen noch einmal die Blicke auf Griechenland.
Die letzte Tour hat ihr Ende gefunden. Bei einem Blick auf die Karte würden uns noch viele weitere reizen, aber auch vier Wochen Urlaub gehen leider irgendwann zu Ende. Wolfgang ist in Sachen Griechenland bereits Wiederholungstäter. Ich werde es werden.
36 Stunden später liegt Venedig in der Morgensonne vor uns.
Langsam fährt
die Fähre an der Lagunenstadt vorbei. Der Blick auf die Dächer der Stadt hat aus dieser
Höhe etwas verzauberndes.
Beim gestrigen Zwischenstop der Fähre auf Korfu haben wir das Motorradpärchen wiedergetroffen, mit dem wir mehrere Kilometer zusammen zum Kanal von Korinth gefahren sind. Ein kurzer Kartenvergleich zeigt, daß wir den selben Weg vor uns haben und so starten wir zunächst wieder mit vier Maschinen.
Über den Paso di Rolle fahren wir nach Bozen. Auf einem Campingplatz wartet dort Wolfgangs Freundin. Irgendwie ein guter Grund, daß wir von nun an ohne ihn weiterfahren. Ohne Pickerl geht es auf österreichischen Landstraßen recht langsam vorran. Nach Innsbruck beginnt es zu dämmern, den Fernpaß überqueren wir bereits im Dunkeln, beim Stop an der ersten Tankstelle in Deutschland steht neben Sprit vor allem auch Auffwärmen auf dem Programm.
Um von Füssen aus nach Hause zu fahren, ist es bereits viel zu spät. Ich versuche Tobias zu erreichen, mit dem ich vor zwei Jahren in Spanien unterwegs war (den Bericht dazu gibt es hier) und habe Glück. Völlig verfroren komme ich gegen 23:00 Uhr passend zu einer WG-Abschiedsfete bei ihm in Ulm an. Federweißer und Zwiebelkuchen ist jetzt genau das Richtige nach diesem Tag auf zwei Rädern.
Der letzte Urlaubstag beginnt mit einer kleinen Stadtführung. und endet leider mit der obligatorischen Schlußfahrt über die Autobahn. Aber nach den vergangenen Wochen mit traumhaften Tagen und Touren können 500km Teerstrecke nun auch nicht mehr schrecken. Bis zum nächsten mal, Griechenland.
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zuletzt bearbeitet: 31 Januar 1999